Dinkel – Das gesunde Korn
„Dinkel ist das beste Getreide, fettig und kraftvoll und leichter verträglich als alle anderen Körner. Es verschafft dem, der es isst ein rechtes Fleisch und bereitet ihm gutes Blut. Die Seele des Menschen macht er froh und voll Heiterkeit. Und wie immer zubereitet man ihn isst, sei es als Brot, sei es als andere Speise, ist er gut und lieblich und süß.“
Hildegard von Bingen
Dinkel ist eine recht robuste Weizenart. Bereits seit gut 5.000 Jahren ist das Getreide bekannt, damals wurde es vor allem im Nahen Osten genutzt. Seit etwa 500 nach Christus gibt es Dinkel auch in Europa. Erstes deutsches Anbaugebiet war Schwaben, was Dinkel den Beinamen Schwabenkorn verliehen hat.
Er besitzt mehr Eiweiß und Mineralstoffe – Magnesium, Zink und Eisen – als Weizen und besonders viel der Aminosäuren Tryptophan und Tyrosin. Diese benötigt der Körper zur Herstellung des „Glückshormons“ Serotonin. Auch ein hoher Gehalt an Kieselsäure ist dem Dinkel zu eigen. Kieselsäure, auch Silizium genannt und in der Homöopathie als „Silicea“ bekannt, gibt den Körpergeweben Festigkeit und Elastizität und ist insbesondere für seinen guten Einfluss auf Haut, Haare und Nägel bekannt. Darüber hinaus fördert Silizium aber auch die Konzentration, so dass es nicht verwunderlich ist, wenn Dinkel früher als das „Getreide der Dichter und Denker“ galt. Dinkel liefert einen hohen Gehalt an Vitamin B1, B2, B3 und B6. Da die B-Vitamine nicht nur das Nervensystem schützen, sondern auch den Stoffwechsel ankurbeln, ist Vollkorn-Dinkel nicht zu unterschätzen.
Liegt euch also eine sinnvolle Prävention vor Krankheiten sowie eine rundum sinnvolle Vitalstoffversorgung am Herzen, sollte in jedem Fall Dinkel in eurer Küche nicht fehlen.
Tipp: Aromatisch-würzig im Geschmack ist Grünkern. Das ist grüner, also unreif, geernteter Dinkel, der mit Hitze getrocknet (gedarrt) und entspelzt wurde. Grünkern soll eine anregende Wirkung auf den Stoffwechsel, auf Nerven und Sinne haben und wird häufig auch Patienten in Krebskliniken gegeben.
Dinkelbrot mit Sonnenblumenkernen (vegan)
Zutaten
- 500 g Dinkelmehl, hell
- 250 g Vollkorn-Dinkelmehl
- 100 g Sonnenblumenkerne
- 15 g Backpulver
- 3/4 l lauwarmes Wasser
- 1 EL Salz
- je 1 TL Kümmel und Fenchel (gemahlen)
- 1/2 TL Kokosblüten-
zucker
Zubereitung
Den Backofen auf 40 °C vorheizen. Beide Mehle, Sonnenblumenkerne, die vermahlenen Gewürze und Salz in einer großen Schüssel vermengen. Mit der Faust in der Mitte eine Mulde drücken. Das lauwarme Wasser mit dem Backpulver und dem Zucker verrühren und in die Mulde geben.
Dann vom Rand her das Mehl in das Wasser einrühren, bis ein recht weicher Teig entsteht. Die Schüssel mit einem frischen Küchentuch abdecken und den Teig im Backofen etwa 1,5 Std. gehen lassen. Dann aus dem Ofen nehmen und kräftig durchkneten. Während des Knetens immer ein wenig Mehl über den Teig geben, damit er nicht an den Fingern kleben bleibt. Den Teig dann noch einmal für 20 Min. im Backofen gehen lassen, anschließend wieder kräftig durchkneten. Die Backofentemperatur auf 220 °C erhöhen. Den Teig in eine gut gefettete und bemehlte Kastenform geben, andrücken und 45 bis 50 Min. backen. Mache den Klopftest am Brotboden: Klingt es hohl, dann ist das Dinkelbrot fertig.
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